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Samstag, 30. April 2016

Autismus und buddhistisch leben

Was bringt einem Autisten das Leben, wenn alles sich ständig verändert? Wenn alles immer anders ist? Stress. Sehr viel Stress. Doch was gibt es für Wege, diesen zu vermeiden?
Lange habe ich gesucht. Jahrelang. Vieles ausprobiert. Vieles hat mich noch mehr gestresst. Ich wurde zum Teil fast wahnsinnig. Bis ich eines Tages was vom Buddha hörte. Ich lasse viele seiner Reden. Las den Weg den er vorschlug. Las die Idee wie das Leiden überwunden werden kann.
Zuerst dachte ich, dass dies ein Witz sei. Nun, in den letzten Monaten jedoch wurde ich eines Besseren belehrt. Ich lerne was eis heisst buddhistisch zu leben. Damit meine ich nicht, das was viele unter Buddhismus verstehen. Der Buddha war ein Mensch des Geistes. Also genau das, was ich auch bin. Alles ist und ist nicht. Alles entsteht und entsteht nicht.
Der Buddhismus ist für mich so eine Art Befreiung. Genau das ist passiert, was der Buddha immer gesagt hat. Erkenne die Lehre und befolge sie. Was für mich wichtig ist, ist, dass nichts dogmatisch ist. Der Buddha lehrte zu prüfen. Zu erkennen. Er lehrte zu denken. Zu überwinden. Nun, das alles ist schön und gut. Doch wie im Alltag anwenden? Ich meine, wir leben nicht mehr wie vor 2500 Jahren. Heute ist alles viel hektischer geworden. Dennoch ist das was der Buddha lehrt genau das, was einem Ruhe geben kann. Still. In sich selber. Nicht in Handlungen. Nicht im weiss nicht was alles tun. Im nichts tun. In Meditation sich üben. Damit meint der Buddha nicht nur, dasitzen und meditieren. Meditieren kann man immer. Wenn ich was tue, so tue ich dies und nur dies. Das Bewusstsein versuche ich auf genau diese eine Sache zu lenken. Alles ist immer JETZT. Aber das JETZT selber ist nicht. Es ist immer Vergangenheit und Zukunft in einem. Es vergeht konstant und entsteht konstant.
Diese Art das Leben zu betrachten hilft mir sehr. Denn ich hatte mit Veränderungen immer Mühe. Sie stressten mich sehr. Bis zum totalen Zusammenbruch. Heute aber, habe ich erkannt, das alles ist und nicht ist. Das war zu Beginn nicht einfach zu verstehen. Aber mir der Zeit habe ich erkannt, das der Buddha recht hat. Das er etwas erkannt hatte, das fundamental ist. Das in der heutigen schnelllebigen Welt noch viel wichtiger ist zu leben und zu erkennen.
Buddhistisch leben ist für mich eine Art nicht immer gestresst zu sein. Nicht immer zu müssen. Aber auch eine höhere Achtsamkeit mir und der der Umwelt gegenüber zu haben. Es geht nicht so sehr um Erleuchtung wie viele meinen. Es geht darum, ein zufriedenes Leben ohne Leiden zu leben. Nicht nur für sich selber zu sein, sondern auch für andere da zu sein. Nicht dogmatisch irgendwelche Regeln zu befolgen. Sondern selber zu erkennen und zu erleben was der menschliche Geist alles vermag, wenn man sich um ihn kümmert. Nur wenige tun dies. Sich mit seinem eigenen Geist befassen. Mit sich. Aber auch zu erkennen das alles Leere ist. Das nichts ist und genau dadurch ist. Das zu verstehen ist nicht einfach. Es geht im Buddhismus auch nicht darum, alles sofort zu verstehen. Der Buddha nannte es Pfad. Den achtfachen Pfad. Nun wer ihn liest denkt sicher, das ist ja einfach. Nein, es ist sehr schwierig diesem Pfad zu folgen. Es braucht sehr viele Übung und Willen. Aber mit der Zeit wird man merken, dass das Leben einfacher wird. Man ist nicht mehr so sehr von der Welt abhängig. Man ärgert wicht weniger. Wir ruhiger und gelassener.
Für mich als Autisten ist der Weg des Buddha genau richtig. In alle den Monaten habe ich Eines gefunden. Ruhe und Zufriedenheit. Aber auch mehr Verständnis für andere Menschen. Ich kann viele mehr erkennen. Es ist fast so, als ob sich allmählich ein Schleier lösen würde. Als ab ich mehr erkennen kann, als zuvor. Insofern ist buddhistisch leben für Autisten, so denke ich eine sehr gute Alternative zu dem was sonst so gelehrt wird, wie wir leben sollen. Der Buddha hat etwas erkannt, das für alle Menschen funktioniert. Wenn sie den seiner Lehre folgen und nicht dem, was andere aus ihr gemacht haben. Erkennen und üben muss aber jeder für sich.

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