Jede Religion behauptet von sich, dass sie und nur sie, denn Weg zur Erlösung hat und kennt.
Der Buddhismus ist da auch nicht anders. Wobei es nicht am Buddha liegt, sondern an den Menschen, welche seine Lehre so sehr verfälscht haben, dass sie fast nicht mehr zu erkennen ist. Viele lehren, wie man ein Buddha, also Erwachter, wird. Aber keiner von den war oder ist Buddha. Nur der Buddha, der historische, war einer. Seine Lehren sind, wer sie überprüft, wahr. Er war wirklich ein Buddha. Nur, was ihm angedichtet wird und wurde, das ist falsch. Ein Buddha kann nicht fliegen oder zaubern. Sondern er oder sie hat einfach die absolute Erkenntnis. Heisst, er ruht in sich. Kann anderen Menschen so helfen, wie sie es benötigen. Wird nicht mehr wütend oder traurig. Ist aber auch nicht mehr emotional. Ich denke, dass ist einer der grössten Probleme, wieso es einfach keiner mehr geschafft hat. Ein Buddha zu werden. Denn, wer keine Emotionen mehr hat, der ist kein Mensch mehr. Nur, mein Argument ist, wenn ich mir die Welt anschaue, dass Emotionen tödlich sind, sein können.
Lohnt es sich ein Buddha zu werden. Buddha sagte klar ja. Alle anderen sagen, ja, aber die meisten verstehen nicht, was es heisst, ein Buddha zu sein. Es geht dabei darum, dass man seinen absoluten inneren Frieden gefunden hat. Die Erkenntnis, absolut, dass alles endlich ist. Dass alles mit allem zusammenhängt. Dass es sich nicht lohnt, sich aufzuregen. Es geht nicht darum, ein Übermensch zu werden. Auch wenn der Buddha oft so dargestellt wird. Nein, er war einfach ein Mensch. Mehr nicht. Aber einer, der die Menschen für sich und seine Idee gewinnen konnte. Einer der damals schon lehrte, sorgsam mir allem umzugehen. Kein Leiden anderen oder sich zuzufügen. Einer der lehrte dass Lehren zu nichts führen. Er aber lehrte das Nichts.
Wie also kann die Buddhaschaft heute erlangt werden? In einer Welt die einem keine Ruhe lässt. Die immer Online ist. Die immer Probleme verursacht. Ganz einfach. Den Geist frei machen von allem. Nicht mehr denken, man müsse überall dabei sein. News weglassen. Fleisch, weglassen. Nur meditieren? Nein, sicher nicht. Leben. Aber auch meditieren. Täglich. Üben üben üben. Und nicht denken, heute will ich die Buddhaschaft. Das klappt so nicht. Es ist ein Prozess. Einer der jahrelang dauern kann. Nicht anhaften, sondern loslassen. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Es ist das, was die Menschen nicht können. Sie haften an allem an. Sie können nicht erkennen, das alles Leere ist. Dass alles keine Inhalt hat, und gerade deshalb wertvoll ist. So wertvoll, das es nicht zerstört werden darf. Man darf nichts besitzen. Nein. NICHTS besitzen ja. Aber sicher nicht, nichts besitzen. Wie soll man sonst deinen Alltag meistern? Geht nicht. Es sei denn, man will auf Kosten anderer leben. Auch das ist nicht Buddha. Jeder ist für das was er tut alleine verantwortlich. Jeder muss schauen, dass er der Gesellschaft einen so grossen Nutzen bringen kann, wie er kann. Geben ist das Gebot. Nehmen, nein. Dies ist der Weg zur Buddhaschaft. Und, es geht nicht darum, wenn sie erreicht ist, es allen zu sagen. Sondern man wird erkennen, was der Weg ist.
Klingt so als ob ich einer wäre, ein Buddha. Nein, bin ich nicht. Nicht so wie der historische Buddha. Aber dennoch so ein Art Buddha. Denn ich habe vieles erkannt. Kann die Welt von Aussen sehen. Sehr Zusammenhänge die keiner sieht. Macht mich so was zu einem besseren Menschen? Nein. Ich arbeite jeden Tag. Der Buddha, stand jeden Tag für sein Essen mit den anderen Mönche an. Er wollte keine Extrabehandlung. Mit dieser Einstellung sollte man leben. Man ist nichts Spezielles. Es geht darum, das man seinen Geist immer mehr leert. So hat er wieder Platz für Neues. Für das NICHTS. Für das erkennen, dass alles leidet und das es einen Weg gibt, das Leiden zu beenden. Das man sich jeden Tag bemüht kein Leiden zu verursachen. Gewalt nicht gutheissen. Aber auch niemand verurteilen. Nicht wertend sein. Den Meschen nicht ändern wollen. Nicht nur an sich denken.
Dies sind einige Punkte. Die meiner Erkenntnis nach wichtigsten. Nur, jeder muss seine eigene Erkenntnis machen. Es gibt nicht DIE Erkenntnis. Das hat Buddha auch schon gesagt. Seine Lehre sei nicht abschliessend. Aber die Menschen behandeln sie leider so und verfälschen sie. In ihrem Interesse. Ihrer Kultur und Sprache entsprechend. Buddhaschaft ist an nichts gebunden. Sie ist von allem unabhängig. Probiere es aus. Du wirst sehen, dass sich dein Leben mit der Zeit verbessert. Das Leben bekommt so wieder einen Wert. Einen für den es sich lohnt zu leben.
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