Der Glaube im Alltag ist nicht immer einfach. Denn man darf ihn ja heute nicht mehr offen zeigen. Leben. Also kann man nur das tun, was Jesus uns lehrte. Seit Vorbilder. Zeigt euren Glauben an GOTT indem ihr gute Werke tut. Das ist das was ich auch jeden Tag versuche. Doch gelingen tut es mir nicht immer. Denn ich bin auch nur ein Mensch. Auch wenn ich mir noch so Mühe gebe, so kann ich nicht immer für alle da sein. Kann nicht immer nur deren Sorgen und Probleme anhören und lösen. Ich arbeite ja nicht als Sozialarbeiter oder so, sondern als Informatiker. Das ist was anders.
Auf der anderen Seite hilft mit der Glaube aber auch, denn Alltag zu bewältigen. Nicht immer gleich auszurasten. Denn mir kommt, wenn ich genervt bin eine Passage aus der Bibel oder dem Koran in den Sinn. Das hilft. Denn ohne den Glauben wäre ich nicht zu ertragen. Oder nur schwer. Wieso?
Weil ich in einer Welt lebe, die ich nicht verstehe. Die nicht die Meine ist. Als Autist ist es nicht immer einfach in einer Welt zu sein, die von Egoisten bewohnt ist. Die nur immer ihr Vorteil sehen. Nicht aber was andere Menschen denken oder wollen.
Der Glaube hilft mir auch, dass ich ruhiger werde. Das ich lerne, GOTT zu vertrauen. Dass ich nicht immer alles selber tun und denken muss. Das soll nicht heissen, dass ich alles GOTT überlasse. Aber ich kann mich auf IHN verlassen. Was ich von den Menschen nicht schreiben kann. GOTT ist für mich meine Zuflucht. Mein Ort wo ich mich geistig zurückziehen kann. Aber auch der mir Kraft gibt, dass ich leben arbeiten kann. Das ich trotz meiner Behinderung einen normalen Alltag leben kann. Das ich Dank der Güte des HERRN nicht auf andere Menschen abgewiesen bin. Ausser auf die Gande GOTTES. Dies Gnade aber nehme ich dankbar an. Den ich habe gelernt, meinen Alltag auf GOTT auszurichten. Arbeite ich für eine Firma oder für GOTT? Ich sage, in einer Firma aber für GOTT. Denn alles kommt von GOTT. So auch meine Arbeit. Meinen Lohn. Alles.
Daher macht es auch Sinn, wenn ich alles auf GOTT ausrichte. Wenn ich im Bewusstsein lebe, das GOTT immer mit mir ist. Dass ER mich leitet. Das ich IHM vertrauen kann.
Der Glaube ist aber im Alltag nicht einfach. Denn viele Verführungen warten. Die Mitmenschen verstehen einem manchmal nicht. Verstehen nicht wieso ich manchmal so handle wie ich handle. Ich muss auch immer aufpassen, wie ich spreche. Denn GOTT darf ja nicht vorkommen. GOTT darf nicht in der Gesellschaft erwähnt werden. Wieso auch immer. Auf jeden Fall lebe ich so im Stillen meinen Glauben. Trage ihn nur durch meine Taten zu den Menschen. Nur, sie sehen es nicht. Sie wissen nicht, wieso ich so bin, wie ich eben bin. Nicht alles ist der Autismus. Einiges auch der Glaube.
GOTT leitet mich. GOTT führt mich durch den Tag. Immer wieder halte ich inne, um GOTT zu gedenken. Das ist gut. Denn so stresse ich mich nicht selber. So drehe ich nicht irgendwann durch vor lauter denken. GOTT gibt mir jeweils eine kurze Auszeit. Diese reicht, dass ich gelassener bin, als früher. GOTT hilft mir auch an Dinge denken, die ich leicht vergessen kann.
GOTT eröffnet mir immer wieder neue Perspektiven. Hoffnung. Das ist das, was ich brauche. GOTT weiss das.
Ich kann mir nicht vorstellen, wie jemand im Alltag keinen Glauben haben kann. Wie leben die denn? Einfach vor sich hin? Sie denken nichts. Sie handeln einfach. Verstehe ich nicht.