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Sonntag, 20. November 2016

Autismus und was der Buddhismus bringen kann

In einer Welt in der alles nur noch Chaos ist. In einer Welt in der nur noch die Gewalt herrscht. Eine Welt die nicht mehr zur Ruhe kommt. Da gibt es eine einfach Lehre. Eine Lehre die lehrt, dass man sich dem enthalten kann. Soll. Der Weg dazu ist nicht einfach. Denn er erfordert sehr viel Übung. Aber dadurch gewinnt man eine andere Art zu denken. Eine andere Art die Welt zu sehen.
Besonders so denke ich, haben Autisten mühe mit der Welt. Sie verstehen sie nicht. Verstehen die Menschen nicht. Ihnen wir so vieles erklärt, was sie nicht sind. Was sie tun müssen damit sie in er Welt zurecht kommen. Das führt aber zu Nichts. Denn so kann man nicht leben. Ich selber habe es versucht. Es ist mir nicht gelungen.
Also habe ich einen anderen Weg gesucht. Religion. Eine feine Sache. Regeln, Regeln, Normen, Verbote. Das alles soll den Menschen frei machen? Ihm helfen? Verstehe ich nicht mehr.
Die Lehre des Buddha ist da anders. Sie kann einen Menschen wirklich helfen. Denn sie ist nicht dogmatisch. Sie ist nicht kompliziert. Es sind die vier edlen Wahrheiten. Wer sie begreift, der wir nicht mehr leiden. Der wird die Welt mit anderen Augen sehen.
Für Autisten ist das meiner Erfahrung nach eine sehr guter Weg, ruhiger zu werden. Aber auch, um mit der Welt besser zurecht zu kommen. Denn alles ist Veränderung. Alles ist und ist nicht. Welche Lehre ausser die des Buddha lehrt das? Nicht nur lehren, sondern zeigt auch den Weg, wie das erkannt werden kann. Den nur wenn man es selber erkennt, dann hilft es. Einfach nur Rituale ausführen, bringt nicht. Einfach nur glauben, bringt nicht. Eine Lehre muss klar sein. Einfach. Offenbart nicht verschleiert. Nicht so, dass sie als das absolute gilt. Sondern als Weg den man gehen kann oder nicht. Ohne Verbot und Androhungen. Was bringt einem eine Lehre die nur Angst verursacht? Eine Lehre die sagt, glaube und du bist frei. Das war es.
Nein, es geht darum, das man erkennt, in einem grossen System zu sein, in dem alles was man tut, auch Auswirkungen hat. Das man selber für das verantwortlich ist, was man tut oder sagt. Keiner sonst.
Der Buddha lehrte sehr viele anhand von Beispielen und Fragen. Er selber sagte nie, das nur dies der Weg sei. Er sagte, das wer ihr befolgen will, prüfen soll, ob er für einem passt. Wenn ja gut. Wenn nein, gut. Es geht nicht darum ja oder nein. Es geht darum, dass der Buddha lehrt, mit sich und der Welt besser umzugehen. Mitmenschen zu achten. Tiere zu achten und nicht einfach zu essen.
Es geht darum, dass man nur dann Frieden finden kann, wenn man erkannt hat, das alles ist und nicht ist.
Das es keine Rolle spielt. Wie ein Feuer das erloschen ist. Nichts ist mehr. Mag ein wenig düster klingen. Ist es aber nicht. Denn die Menschen haften an so vielen Dingen. Sie wollen so vieles. Kriegen es nicht. Sind wütend. Hass. Gier. Das ist den Menschen Wesen. Sie wollen immer nur. Sie haften an sich. An ihrem Selbst. Sie erkennen nicht, dass es dieses so nicht gibt. Es ist eine Illusion.
Der Buddhismus ist in seiner reinen Form sehr einfach. zu einfach für viele. Denn es gibt nichts zu kaufen. Nichts zu befolgen, was Regeln und Riten anbelangt. Es gibt keine Verehrung. Nichts. Das erkennen der Leere. Das Loslassen ist das Ziel. Nirwana. Das klingt so, als ob man nur noch meditieren soll. Nichts mehr mit der Welt zu schaffen haben. Nein, sicher nicht. Es geht darum, dass man in der Welt besser zu recht kommt.
Mir als Autisten hilft diese Sichtweise sehr. Ich komme so mit den Veränderung in meinem Leben besser zu recht. Der Buddhismus ist halt eine Lehre die aufruft selber was zu tun. Nicht einfach nur zu konsumieren. Es geht nicht darum, eine Spruch zu sagen und das wars. Nicht einfach zu sagen, ich glaube und das wars. Nicht einfach zu sagen das oder das ist die absolute Wahrheit. Nein, es geht darum selber zu erkennnen. Frieden in sich zu finden. Dadurch kann den Friede auch anderen gebraucht werden. Etwas was alle wollen, aber nur wenige tun. Dabei spielt es keine Rolle ob Autist oder nicht. Ich versuche auf dem Weg des Buddha zu gehen. Den achtfachen Pfad zu befolgen. Was nicht immer einfach ist. Aber ich übe. So denke ich, kann ich mich leichter in und durch eine Welt bewegen, die ich nicht verstehe.